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Basta! besucht Tatort Flughafen Blankensee |
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Während Vulkanasche aus Island den Luftverkehr in Europa weitestgehend lahmlegte und einen ruhigen Tag für den Flughafen Blankensee versprach, sorgte eine Aktion der linken Jugendgruppe Basta! am Freitag für Unruhe.
„Bitte zurücktreten. Der Flugverkehr hat wieder zugeschlagen“, weist eine Beamtin die wenigen Besucher des Airports zurecht. Uniformiert als Polizisten und ermittlungstechnisch auf dem neuesten Stand mit ihrer Lupe sichert Basta! während des unfreiwilligen Stopps der Flugzeuge Spuren am „Klimatatort“.
„In der Debatte um den Flughafenausbau werden die Auswirkungen des Flugverkehrs auf das Klima von den Befürwortern völlig ignoriert, doch Flugzeuge sind Klimakiller. Darauf wollen wir mit unserer kleinen Theateraktion aufmerksam machen“, erklärt Martin H. von Basta!. Fliegen ist die energie- und emissionsintensivste Art der Fortbewegung. Daher fragt sich die Gruppe, weshalb Flugverkehr in solch einer Art hofiert wird: Fluggesellschaften genießen schon eine Befreiung von der Mehrwert- und Mineralölsteuer und Ryanair fordert nun noch Millionen für Blankensee.
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Jugendkultur und Easyjetset |
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Im Rahmen des Bündnis "Nein zum Flughafenausbau!" verfasste Basta! folgenden Artikel für die Bündniszeitung:
Jugendkultur und Easyjetset
Mit der Liberalisierung des Flugverkehrs und dem Aufkommen von Billigfluggesellschaften hat sich in der Luft kleiner Klassenkampf vollzogen. Fliegen, früher ein Privileg reicher Exzentriker, war auf einmal für fast jedermann möglich. Hartz IV-Empfängern und Freunden der spätrömischen Dekadenz ist dieses Vergnügen angesichts der vorgesehenen 15,70 Euro im Monat für Verkehr natürlich weiterhin fremd. Junge Hedonisten aber wurden zum Easyjetset. Der Besuch eines Clubs in der eigenen Großstadt gilt für sie als anachronistisch. Zum Taxitarif fliegt man über das Wochenende zu Europas angesagten Partys und pünktlich zur Uni, Schule oder Arbeit wieder zurück. Pizza-Essen in Rom, Sightseeing in Prag oder ein Champions League Spiel in Barcelona mit dem erschwinglichen Flieger - kein Problem. Fliegen hat also genug positive Aspekte, was sicher auch der Grund ist, warum über 40.000 Lübecker kürzlich für den Erhalt des kostspieligen Flughafens Blankensee stimmten.
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Antifa-Pacman: Das PC-Spiel |
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Action, Spannung, Politik!
All das vereint die antifaschistische Version des Game-Klassikers von 1980. Schlüpf in die Rolle des allesvernichtenden Antifa-Pacman und rolle als gelbe Bedrohung durch die Straßen Lübecks, um die Polizei zu überwinden und die braunen Geister in die Enge zu treiben.
Beende den Spuk und knack den Highscore, beweise deine Antifa-Skills und übe für den Ernstfall, der am 27. März in Lübeck eintreten wird. Dann wird es Zeit deine virtuelle Erfahrung auf die Straße zu bringen und einen Vorteil daraus zu ziehen.
Lass das Game Realität werden, blockiere die Nazi-Noobs und beende ihr Trauerspiel.
Der Widerstand geht in den Powermodus, Game Over für Nazis!
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27. März - Wir haben sie gestoppt! |
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Der "Trauermarsch" der Nazis war tatsächlich eine traurige Veranstaltung für die Faschisten: 200 Nazis liefen 400 Meter - und wieder zurück. Eine kurze Kundgebung - das war's. Das Ganze dauerte keine 2 Stunden.
Überall auf der Route waren Blockaden, mit denen insgesamt mehr als 1000 BlockiererInnen den Nazis den Weg versperrten. Die ersten begannen schon um 6.30 Uhr. Zuerst räumte die Polizei noch einige SitzblockiererInnen, doch dann gab sie auf.
Der Tag: 6:20 zwei Sitzblockaden im Steinrader Weg+++6:25 Weg über Ziegelteller zur Blockade Steinrader Weg ist frei+++6:28 Blockaden nicht mehr erreichbar. Kommt jetzt zum Ziegelteller! Meierbrücke weiter befahrbar+++Polizei droht Leuten auf dem Weg zum Steinr. Weg mit Platzverweisen. Blockaden werden nicht geräumt+++Bahnhof ist nicht passierbar+++Aus der Innenstadt kommt man über die Marienbrücke auf die Route+++Ziegelstr. ist frei+++ 7:15 Blockade St. Lorenz wächst an. Zugang über Fackenburger Allee+++Marienbrücke ist dicht. Wasserwerfer vor Ort. Interessant: Fußgängerbrücke hier weiter frei+++
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Basta! avec à Gauche - Probesitzen gegen den Naziaufmarsch am 27. März |
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Am letzten Wochenende bekam Basta! Besuch von der linken Jugendgruppe à Gauche aus Bremen.
Bei diesem Wochenende ging es speziell um den Naziaufmarsch, der dieses Jahr bereits zum fünften Mal in Lübeck stattfindet. Am 27. März wollen die Nazis in Lübeck wieder ihren „Trauermarsch“ veranstalten. Diese sogenannte Gedenkveranstaltung mit dem Ziel, die millionenfachen Verbrechen des Nationalsozialismus zu leugnen und die Geschichte umzudeuten, werden Hunderte versuchen zu blockieren.
Am Samstag führten à Gauche und Basta! ein gemeinsames Probesitzen hinter dem Bahnhof gegenüber von der St. Lorenzkirche durch. Dieser Punkt ist zufälligerweise auch der Startpunkt der Nazi-Demonstration. Abschließende Meinungen beider Gruppen: „Die Lübecker Straßen eigenen sich perfekt für große Massenblockaden. Wir werden den Naziaufmarsch am 27.03.2010 blockieren!” Blockadepunkte anzeigen.
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